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Offener Brief an Gesundheitsminister Anschober

Dem Grazer Jus-Studenten Wolfgang Pöltl reicht es. Der Anbau von Cannabis und der Zugang zu Cannabis-Produkten muss endlich gesetzlich geregelt werden.  

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Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Anschober!

Nachdem ich auf meine Anfragen bisher keine Antwort erhalten habe, darf ich mein Anliegen öffentlich an Sie herantragen.

In Zeiten des absoluten Rauchverbotes in der Gastronomie, weil es dem Gesetzgeber sosehr um die Volksgesundheit geht (dass tausende Gastronomen vor dem Ruin stehen, zählt nicht), mutet es befremdlich an, dass die Politik bisher nicht in der Lage ist, oder nicht sein will, gesetzliche Regelungen über den Anbau und den Erwerb von Cannabis zu finden. Das Cannabis (THC-Gehalt unter 0,3 %) dem menschlichen Körper unter bestimmten Voraussetzungen sehr zuträglich ist, ist wissenschaftlich erwiesen und bekannt. Allein: die österreichische Politik reagiert nicht. Nachdem das "Gesundheitsministerium" ja in letzter Zeit immer wieder mit verschiedenen MinisterInnen besetzt war (welche fachlichen Bedingungen ein(e) Minister(IN) erfüllen muss, ist nicht bekannt), konnte offenbar keine Zeit gefunden werden, um sich der eigentlichen Aufgabe, nämlich der Volksgesundheit, zu widmen. Nun, jetzt sind ja Sie an der Reihe als Gesundheitsminister. Und Sie haben, wenn man den Medien noch glauben darf, eine gesunde Einstellung zum Thema Cannabis. Ich studiere Rechtswissenschaften in Graz und beschäftige mich mit der rechtlichen Seite von Anbau und dem Inverkehrbringen von Cannabis. Ich habe mich aber auch intensiv mit der Cannabis-Pflanze selbst beschäftigt. Auf wissenschaftlicher Ebene. Wie der Öffentlichkeit bekannt ist (das Ministerium hat darauf leider nie reagiert), habe ich unter Begutachtung durch einen Universitätsprofessor in Graz, einen Gesetzesentwurf erarbeitet. Dieser Gesetzesentwurf regelt den Anbau und das Inverkehrbringen von Cannabis. Ich ersuche nun öffentlich und höflichst um einen Gesprächstermin mit Ihrer Person, um die stockende Cannabis-Politik endlich zugunsten der Volksgesundheit Fahrt aufnehmen zu lassen.

Die Zeiten des Stillstandes müssen vorbei sein. Ihre Aufgabe ist es, der Volksgesundheit zu dienen. Nehmen Sie diese Verantwortung bitte wahr.                  

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